Neue Stelle durchrechnen
Kann ich mir einen neuen Mitarbeiter leisten? So rechnet qFinix Bruttogehalt, Arbeitgeberanteile und Ihre Liquidität zu einem klaren Urteil zusammen.
Neue Stelle durchrechnen
„Kann ich mir einen neuen Mitarbeiter leisten?” – Sie geben Bruttogehalt und Start ein, qFinix antwortet mit Geht, Knapp oder Geht nicht und sagt, warum.
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Rechner öffnen
Auf der Forecast-Seite auf „Neue Stelle“ klicken (auf dem Handy im Filter-Menü: „Neue Stelle durchrechnen“).
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Bruttogehalt und Start eingeben
Optional eine Bezeichnung wie „Entwickler:in“. Das Ergebnis rechnet sich beim Tippen neu.
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Urteil lesen
Oben das Urteil, darunter Grund und Empfehlung, die Kosten der Stelle und der nötige Mehrumsatz.
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Kurven vergleichen
Das Diagramm zeigt Ihren Kontostand ohne und mit der neuen Stelle.
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Als Szenario übernehmen
Wenn die Entscheidung steht: als neues oder in ein bestehendes Szenario übernehmen.
Was die Stelle wirklich kostet
qFinix rechnet vom Brutto auf die Arbeitgeberkosten hoch – also das, was die Stelle Ihr Unternehmen tatsächlich kostet:
| Bestandteil | Arbeitgeberanteil (2026) |
|---|---|
| Rentenversicherung | 9,3 % bis zur Beitragsbemessungsgrenze RV |
| Arbeitslosenversicherung | 1,3 % bis zur Beitragsbemessungsgrenze RV |
| Krankenversicherung | 7,3 % bis zur Beitragsbemessungsgrenze KV |
| Zusatzbeitrag Krankenversicherung | die Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags |
| Pflegeversicherung | 1,8 % bis zur Beitragsbemessungsgrenze KV |
| Umlage U1 (Krankheit) | je nach Krankenkasse, Standard 1,6 % |
| Umlage U2 (Mutterschaft) | je nach Krankenkasse, Standard 0,44 % |
| Insolvenzgeldumlage | 0,15 % |
| Unfallversicherung (BG) | je nach Branche, Standard 1,0 % |
Die Kostenaufschlüsselung im Rechner zeigt jede Zeile einzeln. Unter Annahmen → Umlagen & Unfallversicherung tragen Sie Ihre tatsächlichen Sätze für U1, U2 und BG ein; zugeklappt zeigt der Bereich, mit welchen Werten gerade gerechnet wird.
Was bei der Person netto ankommt
Unter Beim Mitarbeiter wählen Sie Steuerklasse, Zahl der Kinder unter 25 und – falls die Person in der Kirche ist – den Kirchensteuersatz (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen Ländern). Direkt unter dem Bruttogehalt steht dann das Netto, im Ergebnis die Aufschlüsselung: Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung.
Die Lohnsteuer rechnet qFinix nach dem Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums, also so, wie es auch ein Lohnprogramm tut. Kinder senken den Beitrag zur Pflegeversicherung (ohne Kinder fällt der Zuschlag für Kinderlose an) und gehen als Kinderfreibeträge in Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ein – in Steuerklasse I und II mit 0,5 je Kind, in III und IV mit 1,0.
Nur zur Orientierung
Das Netto ändert nichts an den Kosten der Stelle und fließt nicht in Forecast oder Urteil ein. Gerechnet wird mit gesetzlicher Krankenversicherung und dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag, ohne persönliche Freibeträge. Sonderzahlungen wie ein 13. Gehalt werden gesondert versteuert und sind im monatlichen Netto nicht enthalten.
Sonderfälle
- Minijob (bis zur Minijob-Grenze): Statt der regulären Beiträge rechnet qFinix mit den Pauschalabgaben (Kranken- und Rentenversicherung, Pauschsteuer, Umlagen).
- Übergangsbereich (Midijob): Hier rechnet qFinix mit den regulären Sätzen und weist darauf hin – die tatsächlichen Arbeitgeberkosten liegen leicht darüber.
- 13. und 14. Gehalt: Unter „Gehälter pro Jahr” wählbar. Das 13. Gehalt plant qFinix im November ein, das 14. im Juni – jeweils mit Arbeitgeberanteilen, soweit die Jahres-Beitragsbemessungsgrenze noch nicht ausgeschöpft ist.
- Einmalkosten wie Recruiting oder Hardware fallen im Startmonat an.
Das Urteil
qFinix rechnet Ihren Forecast zweimal – ohne und mit der Stelle – und startet dabei beim heutigen Kontostand. Die Stelle kommt dabei immer obendrauf: Sie kann nicht in den Erfahrungswerten der letzten Monate stecken, auch wenn der Forecast für einen Monat mit Erfahrungswerten statt mit Ihrem Plan rechnet.
Zwei Zahlen entscheiden:
- Das Monatsergebnis mit Stelle – Einnahmen minus Ausgaben im Schnitt der kommenden Monate, mit den Arbeitgeberkosten der Stelle und dem Mehrumsatz, den Sie für sie eintragen.
- Der tiefste Kontostand im betrachteten Zeitraum, gemessen an Ihrer Reserve (Standard: eine Monatsausgabe). Der Zeitraum zählt ab dem Start der Stelle: Bei Start im Januar und 12 Monaten schaut qFinix bis Dezember. Bis zum Start laufen die Linien mit und ohne Stelle gleich – was sich davor bewegt, ist Ihr laufendes Geschäft.
Daraus folgt das Urteil:
- Geht (grün): Das Monatsergebnis mit Stelle ist nicht negativ, und der Kontostand bleibt über der Reserve. Die Stelle trägt sich.
- Knapp (gelb): Das Konto bleibt im Plus, aber die Stelle zehrt an Rücklagen oder Reserve – etwa weil jeder Monat mit ihr Geld verliert („geht nur auf Zeit“). Oder: Jedes Monatsende passt, aber in den ersten 90 Tagen reißt die Stelle eine tagesgenaue Lücke.
- Geht nicht (rot): Mit der Stelle fällt Ihr Kontostand unter null.
Mehrumsatz durch die Stelle
Viele Stellen bringen selbst Umsatz – abrechenbare Stunden, ein neuer Kunde, mehr Aufträge. Tragen Sie ihn unter Was die Stelle einbringt netto pro Monat ein, auf Wunsch mit einem späteren Beginn. Ohne diese Angabe geht der Rechner davon aus, dass die Stelle keinen direkten Umsatz bringt, und beantwortet nur, wie lange Ihr Konto sie aushält.
Die Empfehlungen
- Nötiger Mehrumsatz – liegt das Monatsergebnis mit Stelle unter null, nennt qFinix den Umsatz, der zusätzlich hereinkommen müsste, damit sich die Stelle trägt.
- Späterer Start oder niedrigeres Gehalt – nur, wenn es damit wirklich aufgeht. Ein späterer Start, der die Lücke bloß hinter das Ende des Zeitraums schiebt, wird nicht empfohlen.
Liegen Sie schon ohne die neue Stelle unter Ihrer Reserve, nennt qFinix die Rücklage, die für die volle Reserve fehlt.
Unter So ist das gerechnet zeigt der Rechner jeden Schritt mit Ihren Zahlen: Kontostand heute, Monatsergebnis ohne und mit Stelle und die Reserve, gegen die geurteilt wird. Der Kontostand zum Jahresende entspricht dem Stichtag, den auch das Dashboard verwendet.
Als Szenario übernehmen
Nichts wird gespeichert, solange Sie nur rechnen. Erst Übernehmen legt die Stelle als Positionen in einem Szenario an: Personalkosten monatlich ab Start, Sonderzahlungen jährlich, Einmalkosten im Startmonat. Der Forecast vergleicht das Szenario sofort mit der Basis, sodass Sie die Wirkung in Vergleich, Diagramm und Tabelle sehen.
Auf Basis eines Szenarios rechnen
Unter Ausgangspunkt wählen Sie statt der Basis ein Szenario, zum Beispiel „Expansion“. Dann lautet die Frage: Kann ich mir die Stelle leisten, wenn die Expansion kommt? „Ohne Stelle“ ist in diesem Fall Basis plus Expansion. Öffnen Sie den Rechner, während die Forecast-Tabelle ein Szenario zeigt, ist es schon vorgewählt.
Nach der Einstellung
Ist die Person eingestellt, pflegen Sie das Gehalt als Plankosten und legen sie für die Kostenrechnung als Mitarbeiter an. Das Szenario können Sie danach löschen.