Jahresende und Stresstest

Reicht Ihr Geld bis zum 31.12.? Und was passiert, wenn der Umsatz um 15 % fällt oder die Kosten steigen? So lesen Sie beide Antworten.

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Jahresende und Stresstest

Zwei Fragen, eine Rechnung: „Reicht mein Geld bis Jahresende?” und „Was passiert, wenn es schlechter läuft als geplant?”

Reicht mein Geld bis Jahresende?

Das Widget Reicht bis Jahresende? zeigt Ihren voraussichtlichen Kontostand am Ende des Zeitraums, den Sie im Datumsfilter des Dashboards gewählt haben. Bei „Jahr 2026” ist das der 31.12.2026, bei „Jahr 2027” der 31.12.2027. Ohne Datumsfilter ist es der 31.12. des laufenden Jahres. Liegt der Zeitraum ganz in der Vergangenheit, zeigt das Widget einen Hinweis.

Oben steht der Kontostand an diesem Tag und wie weit er über oder unter Ihrer Reserve liegt. Darunter sehen Sie den Weg dorthin als Säulen: heute und jedes Monatsende. Die Achse beginnt bei null, damit ein Rückgang nicht größer aussieht, als er ist. Säulen unter der Reserve sind gelb, die letzte Säule ist die Antwort.

So wird gerechnet

  • Start ist Ihr heutiger Kontostand – nicht die Null, bei der die Cashflow-Tabelle beginnt.
  • Die Monatsenden stammen aus derselben tagesgenauen Rechnung wie der Liquiditätsengpass. Die letzte Säule ist also genau der Stand, den die Engpass-Kurve am selben Tag zeigt.
  • Je Monat gilt wie im Forecast der höhere Wert aus Plan und Erfahrung, bei Einnahmen wie bei Ausgaben.

Das Urteil

  • Ja (grün): Der tiefste Monatsstand bis zum Ende des Zeitraums liegt über Ihrer Reserve – einer durchschnittlichen Monatsausgabe.
  • Knapp (gelb): Der tiefste Stand liegt zwischen null und der Reserve – oder der Liquiditätsengpass findet zwischendurch einen Tag unter null, obwohl jedes Monatsende passt.
  • Nein (rot): Ein Monatsende liegt unter null. Das Widget nennt den Monat und woran es liegt.

Warum eine Monatsausgabe?

Die Reserve ist in allen Entscheidungshilfen dieselbe Zahl: eine durchschnittliche Monatsausgabe der kommenden Monate. Damit können Sie einen Monat ohne Zahlungseingänge überbrücken. Wer vorsichtiger planen will, hält mehr. Im Widget ist das die gestrichelte Linie „Reserve”.

Der Stresstest

Den Stresstest öffnen Sie auf der Forecast-Seite über den Button Stresstest. Er rechnet auf den Szenarien auf, die Sie dort gerade ausgewählt haben.

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    Stresstest öffnen

    Auf der Forecast-Seite oben rechts auf „Stresstest“ klicken (auf dem Handy im Filter-Menü).

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    Stress wählen

    Links eine Vorlage wie „Umsatz sinkt“ (−15 %) wählen oder mit den Reglern selbst einstellen. Unter jedem Regler steht, was er in Euro pro Monat bedeutet.

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    Antwort lesen

    Rechts oben steht die Antwort: ob und ab wann Ihr Konto ins Minus rutscht. Darunter vier Kennzahlen – was der Stress pro Monat kostet, ab wann das Konto im Minus ist, der tiefste Stand und Ihr Puffer beim Umsatz.

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    Kurven vergleichen

    Die durchgezogene Linie ist der Kontostand mit Stress, die gestrichelte Ihr heutiger Forecast. Beide starten bei Ihrem echten Kontostand.

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    Optional speichern

    Mit „Speichern“ unten rechts legen Sie den Stress als eigenes Szenario an und können ihn im Forecast jederzeit mit der Basis vergleichen.

Was der Stresstest verändert – und was nicht

Der Stress wirkt nur auf das, was noch erwartet wird: Plan- und Erfahrungswerte des laufenden Rests und der kommenden Monate. Was bereits gebucht ist, bleibt unverändert.

Was fehlt – und wie Sie es auffangen

Rutscht Ihr Konto unter Stress ins Minus, nennt qFinix zwei Wege, im Plus zu bleiben: eine Rücklage in Höhe des tiefsten Minusstands oder dieselbe Summe als Kostensenkung pro Monat, verteilt auf die Monate bis zum Tiefpunkt. Eins von beiden reicht.

Die Kostensenkung ist meist deutlich kleiner als das, was der Stress pro Monat kostet. Das ist kein Widerspruch: Ihr heutiger Kontostand fängt einen Teil des Rückgangs ab. Ausgleichen müssen Sie nur, was unter null fällt.

Unter So ist das gerechnet steht der tiefste Stand als Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen: Kontostand heute, plus was Ihr Forecast bis dahin erwartet, minus was der Stress kostet.

Ab welchem Umsatzrückgang es kritisch wird

Zusätzlich sucht qFinix den Umsatzrückgang, ab dem Ihr Kontostand im betrachteten Zeitraum erstmals unter null fällt. Im Dialog heißt diese Zahl Puffer beim Umsatz. Liegt diese Schwelle bei wenigen Prozent, ist Ihre Liquidität sehr knapp kalkuliert – schon ein kleiner Ausfall reicht.

Als Szenario gespeichert

Ein gespeicherter Stresstest ist ein Szenario mit Prozent-Positionen (z. B. „Umsatz −15 %”). Vergleichen Sie es auf der Forecast-Seite mit der Basis, verändert es die Prognose der betroffenen Monate um diesen Prozentsatz. Sie finden es wie jedes andere Szenario unter Forecast → Szenarien. Übernehmen Sie ein Szenario in die Basis, bleiben seine Prozent-Positionen zurück: Ein Stress ist eine Frage an den Plan, nicht Teil davon.

In einem Szenario rechnen

Beide Fragen rechnen standardmäßig mit der Basis. Im Widget „Reicht bis Jahresende?“ wählen Sie über Rechnen mit ein Szenario, etwa „Expansion“. Die Antwort rechnet dann mit Basis plus den Positionen des Szenarios, nennt es in der Aussage und zählt im Grund die Posten auf, die am meisten verändern. Der Stresstest auf der Forecast-Seite stresst immer den Plan, den die Tabelle gerade zeigt. Mehr unter Szenarien und Zeiträume.